Buchmarketing-Sommer

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  1. Es sind für mich auf jeden Fall ein paar hilfreiche Tipps dabei, also danke! Was mich wohl immer wieder am meisten vom Schreiben abhält ist mein Handy. Problem? Ich kann es nicht weglegen, weil ich wohl die nächsten paar Jahre weiterhin daran schreiben muss, bis ich mir einen Laptop oder ähnliches leisten kann…

    1. Ohje, da hast du natürlich recht! Schlimmstenfalls hilft dir der Offline-Modus o.Ä. vielleicht ein kleines bisschen dabei, konzentriert am Handy schreiben zu können. 🙂

  2. Da ich, was Buchmarketing anbelangt, mehr aus dem Bauch heraus entscheide und hier einfach einmal schaue wohin eine Maßnahme (neues Format, Anzeige, neues Medium, …) führt würde ich es als sehr wichtig ansehen sich erst einmal im Vorfeld Gedanken zu machen, welche Ziele mit Marketing erreicht werden sollen. Neben der Zielgruppe ist dieses auch eine Frage, was für ein Bild und welche Umgebung der Rahmen für die Persönlichkeit hinter Buch geschaffen werden soll und ob tatsächlich für alle Bücher das gleiche Konzept oder unterschiedliche Varianten geschaffen werden sollen.

    Natürlich macht das kreative Entfalten, bspw. Webvideo drehen oder ein neues Design wesentlich mehr Freude als sich darauf zu konzentrieren welche Plattform und welche strategische Ausrichtung eigentlich erreicht werden soll.

    Für mich war das auch der Grund für die Entscheidung “nur” die eigene Internetseite, Twitter und Facebook als Webkanäle zu nutzen und den Rest mehr durch Engagement in Onlineforen, Veranstaltungen oder Vorträgen zu stecken und andere Plattformen ehr privat zu nutzen.

    Insbesondere die Frage welche Energie in welche Maßnahme gesteckt werden soll und wo dann später der Nutzen liegt ist etwas, was auch im Marketingcontrolling regelmäßig wichtig ist.

    Von daher ein großes Lob für die Basics und noch mehr Danke für die geplante Serie auf die ich schon neugierig bin.

  3. Die meisten Agenturen brauchen 3 Monate, bei 20 Agenturen sind das 60 Monate. Bei den meisten Agenturen muss man angeben, wen man sonst noch angeschrieben hat. Wenn ich das gegenrechne, bin ich besser dran, ein Glücksrad zu drehen, oder ein Lottoticket zu kaufen.

    1. Lieber Michael Staub,
      es ist nicht zwingend erforderlich, sich nur bei einer Literaturagentur auf einmal zu bewerben. Man kann auch mehrere Bewerbungen parallel versenden. Natürlich wollen manche LitAgs eine Liste haben, welche anderen Verlage und Agenturen kontaktiert worden sind. Das ist aber nur hinsichtlich der Verlage zwingend erforderlich. Ich habe bei keiner einzigen Bewerbung angegeben, bei welchen anderen Agenturen ich mich beworben habe, und habe dennoch mehrere Zusagen bekommen. Mehr dazu findest du hier.
      Und: Wer sein Handwerk beherrscht, hat bei LitAgs definitiv bessere Chancen als beim Lotto. 😉
      Viele Grüße
      Annie Waye

  4. Im “Autorenhandbuch” von Sylvia Englert steht, dass es sehr schwierig ist, bei einer Agentur unterzukommen, falls man noch nichts veröffentlicht hat.
    Können Sie das bestätigen?

    1. Hallo, das kann ich nicht bestätigen. Ich habe meinen ersten (und später zweiten) Agenturvertrag unterschrieben, ohne etwas veröffentlicht zu haben, und kenne auch genug andere, denen es genauso erging. 🙂

  5. Hallo und vielen dank für die Information!
    Ich wollte fragen, ob es aus ihrer Sicht hilfreich wäre, wenn ich gleichzeitig sowohl an die Agentur als auch an die Verlags die Leseprobe und Exposé abschicken würde?
    Für ihre Antwort bedanke ich mich herzlich im voraus!

    1. Das wäre das Schlechteste, was man machen kann 🙂 Agenturen nehmen nur Manuskripte, die noch nicht Verlagen vorgestellt wurden – denn wem sollen sie es dann noch anbieten? Wenn du den Weg über Agenturen gehen willst, wende dich am besten zuerst NUR an diese, und falls es auf diesem Weg nichts wird, gerne nachrangig direkt an Verlage. Ich drück die Daumen.

  6. Hallo, vielen Dank für den hilfreichen Einblick.
    Ich frage mich noch, wie man Anschreiben und Exposé, Autorenvita (und eventuell Kurzexposé, Charakterenliste) formatiert. Die Leseprobe, hört man ja oft genug, sollte als Normseiten formatiert sein. Gilt das auch für Anschreiben und Exposé, etc. ? Oder können diese in einer gut leserlichen Formatierung eingesendet werden?
    Vielen Dank im Voraus und viele Grüße!

    1. Danke für das nette Feedback! Das Anschreiben wird heutzutage sowieso meistens per Mail (einfach im Mailtext) geschickt, sodass man hier nichts besonders formatieren muss. Fürs Exposé kann ich auf diesen Beitrag verweisen, in dem auch auf die Formatierung eingegangen wird: https://anniewaye.de/roman-expose/ Ich hoffe, das hilft!
      Viele Grüße
      Annie Waye

  7. Okay, danke, ich finde Ihre Erklärungen sehr wichtig. Gerade hat sich nämlich die Frankfurt Verlagsgruppe gemeldet und Interesse an einer Veröffentlichung signalisiert.
    R.G. Fischer im übrigen auch und noch einige andere DKVZ-Verlage. Auf diese Angebote bin ich nicht eingegangen. Also werde ich weiter suchen, zB Rowohlt hat abgesagt und Suhrkamp hat nie geantwortet.

    Etwas anderes: Unter Genre verstehe ich eine Gattung. So überlege ich seit Wochen die Einordnung meines MS (ca. 350 Seiten) und einen Titel. Es soll kein Krimi sein, obwohl ein Mord und ein Suizid eine kleine Rolle spielen. Aber das ist Beiwerk. Vielmehr geht es mir um die Hauptperson, ein außergewöhnlicher Staatsanwalt mit der Neigung, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Ich beschreibe dessen Aufstieg (Bergmannssohn) und Abstieg (Erkenntnis falsche Berufswahl) bis zu seinem Tod.

  8. Vielen Dank für die Tipps.

    Ich habe einen Jugendroman verfasst, was ich momentan neu schreiben muss, da ich die erste Ausführung verloren habe. Ich weiß zwar dass es ein Jugendroman ist finde aber keine passendes Subgenre.
    Ich habe schon sehr viele Verlage angeschrieben und mein Manuskript zugesendet. Nur wollen di meisten Verlage Druckkostenzuschuss und das liegt nicht in meinem Interesse, habe auch nicht die Möglichkeit dazu. Ich habe auch Kommentare gelesen es gibt auch eine sogenannte Blacklist der Verlage, diese schreibe ich gar nicht erst an.
    Mein Buch hat über 400 handgeschriebene Seiten, werde es och übertragen müssen.

  9. Hallo Annie,

    weil ich mich mit solchen Analysen beruflich befassen, eine Anmerkung: die reine Aufführung der Klickzahlen vermittelt ein falsches Bild und hat für sich keine Aussagekraft. Insofern diese nicht mit direkten Verkäufen verbunden werden können, gibt es, wie du selbst feststellst, zu viele Faktoren, die einen Kauf beeinflussen. Theoretisch könnten die 130 Klicks 60 € und die 110 Klicks 80 € gebracht haben. Am Ende zählt die Conversion.
    Mehr Transparenz bei der tatsächlichen Zielgruppe wäre in der Tat hilfreich, damit man als Autor:in leichter eine Entscheidung für eine Zusammenarbeit treffen kann.

    Danke für die Einblicke!
    Andreas

    1. Hi Andreas,
      danke für deinen Kommentar, ich kann das nur unterstreichen (und mache das auch beruflich :))! Genau darauf wollte ich mit dem Exkurs in Sachen Metadaten hinaus. Die aufgeführten Metadaten lassen nur indirekt auf Klickzahlen schließen, und natürlich bedeutet nicht jeder Klick automatisch einen Kauf. Ohne entsprechende Pixel bei Amazon und Buchdeals ist es schlichtweg nicht möglich, zu 100 % zu wissen, dass Klicks in einem direkt kausalen Zusammenhang mit Verkäufen stehen. Aber in dieser Hinsicht ist die Konkurrenz auch noch nicht weiter, was glaube ich bei meinen nächsten Testberichten auch nochmal etwas deutlicher werden wird (auch, was die Transparenz in Sachen Zielgruppen betrifft).
      LG Annie

  10. Hi Annie,
    hast Du vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht! Ich war schon drauf und dran, mein aktuelles Werk dem Kampenwand Verlag anzubieten, bis ich einen Blick in die Datenschutzerkärung warf: NOVA MD.
    Ich schreibe selbst. Habe letzes Jahr eine – kleine – Verlagsgesellschaft gegründet und einige Ideen, wie das mit Leben erfüllt werden kann. Hierfür suche ich Mitstreiter. Melde Dich gern, wenn das für Dich interessant klingt.
    Einen guten Wochenstart und liebe Grüße
    – Bill –

  11. Vielen Dank für die Liste und beide Bücher. Spontan sind mir noch die ein oder andere Quelle eingefallen, die mir ebenfalls weiter geholfen haben.

    Ich versuche die Seiten einmal ebenfalls in den von dir genutzten Kategorien einzusortieren:

    Autorenmarketing
    Autorenverbände:

    https://www.aktionsbuendnis-faire-verlage.com/

    Gerade die Normverträge waren da hilfreich und auch das offene Forum auf https://autorenforum.montsegur.de/ gibt mir immer einmal wieder den ein oder anderen neuen Gedanken rund um das Autorenleben. Allerdings habe ich mich hier noch nicht getraut mich selbst anzumelden, lese aber gerne die Diskussionen dort und bin erstaunt, welche Autor*innen hier immer noch Wissen teilen.

    Buchmarketing: Promotion
    Website: Juristisches

    Wenn es um die rechtliche Seite, des Internetmarketing geht, bin ich noch immer begeistert vom https://datenschutz-generator.de/, aber auch vom Blog und Podcast von Dr. Thomas Schwenke.

    Schwieriger einzusortieren wären folgende Seiten:
    Eine Anlaufstelle rund um Selbstständigkeit im Internet ist für mich immer noch Peer Wandiger https://www.selbstaendig-im-netz.de/ und für das wunderschöne Thema Steuern ist https://kiakahawa.de/autoren-an-die-steuer-e-book/ noch in meiner Bookmarksammlung.

    Das Thema VG Wort liegt mir persönlich noch sehr am Herzen, daher würde ich hier noch https://www.andreas-unkelbach.de/steuer.php#vgwort erwähnen. Ich gebe aber zu, dass dieses für mich inhaltlich nicht in obige Liste passt.

    Viele Grüße und viel Erfolg auf der Buchmesse
    Andreas

    1. Hallo lieber Andreas,
      danke für deinen Input! Ein paar der Links, die ich direkt gut zuordnen konnte, habe ich oben schon eingetragen. Die anderen bleiben natürlich über deinen Kommentar weiterhin hier sichtbar. Toll, dass du deine Tipps mit uns teilst!
      Viele Grüße
      Annie

  12. Habe etliche Verlage angeschrieben, einige antworteten, andere gar nicht.
    Ein großer Verlag wollte meinen Roman veröffentlichen, ich sollte jedoch
    etliche Tausend Euro Publikationskosten bezahlen, der Buchverkaufspreis wurde mir
    auch genannt, war gar nicht schlecht 27,80. Ich sollte per vorgedrucktem Brief unter-
    schreiben. Tat ich nicht. Das ist schon 3 Jahre her, seitdem habe ich das Anbieten meines
    Romanes aufgegeben. Der 2. Roman liegt auch in der Schublade. Ist schade, aber es macht
    mutlos. Ich bin übrigens keine junge Schreiberin,

  13. Hallo Annie,

    eine sehr ernüchternde Erfahrung, danke, dass Du sie mit uns geteilt hast. Die Abmahnung bestätigt Deinen Artikel inhaltlich, was hier wohl auch als ein Gütesiegel für Deinen Erfahrungsbericht gewertet werden kann.

    Nicht abschrecken lassen!

  14. Warum macht man es in diesen Zeiten mit solchen Anbietern. Es lässt sich heute alles einfach als Autor selbst machen. Dauert und kostet sehr viel Zeit , aber man ist sein eigener Herr und hat selbst alles in der Hand. Ich kann nur jedem raten, als Selfpublisher alles selbst zu übernehmen. Viel Glück an alle. Und es tut mir immer leid, wenn so was passiert.