Ganz nach dem Thema „Was habe ich jetzt schon wieder verpasst?“ kommen hier drei mehr oder weniger aktuelle Ereignisse in der Bookbubble, für die ihr euch vielleicht interessieren könntet.
Inhaltsverzeichnis
Aufklärung über einen Verlag endet im Rechtsstreit … und bei den Öffentlich-Rechtlichen
Nach mehreren Aufklärungsvideos über Praktiken eines bekannten Kleinverlags wurde J. K. Huegel abgemahnt und befindet sich nun in einem Rechtsstreit mit dem Verlag.
Das ist leider kein neues Vorgehen und bestärkt nur den negativen Eindruck vom Verlag. Wie man so schön sagt: Getroffene Hunde bellen. Dem Verlag schien nicht bewusst zu sein, dass derartige Reaktionen nur noch mehr negative PR bedeuten und dem Thema deutlich mehr Reichweite verschaffen, als es andernfalls gehabt hätte.
Inzwischen hat der Fall sogar die Öffentlich-Rechtlichen (den bayerischen Rundfunk) erreicht.
Fazit: Wer sich nichts zu Schulden kommen lassen hat, hat in der Regel keinen Grund, mit allen (Rechts-)Mitteln zu versuchen, jemanden mundtot zu machen. Es ist ein Segen, dass dieser Fall nun für ein noch breiteres Publikum sichtbar ist. Denn viel zu oft fallen wir auf unprofessionelle bis unseriöse Parteien herein, einfach weil wir nicht wissen, womit wir es (wirklich) zu tun haben. Transparenz hilft allen.
Immer mehr “erfolgreiche” Autor*innen werden plötzlich Coaches
…und locken mit fadenscheinigen Kurs- und Download-Angeboten. Besonders bemerkenswert ist es, wenn der ganze Online-Auftritt plötzlich von leserzentrierter Ansprache zu autorenzentrierter Ansprache wechselt.
Die Frage, die man sich in so einem Fall stellen sollte, ist: Wenn Autor*in so unglaublich erfolgreich ist, warum sollten sie dann ihr ganzes Geschäftsmodell umstellen? Und sollte man dann wirklich bis zu 4-stellige Beträge ausgeben, um von diesen Menschen zu lernen?
Selbst wenn sich Autor*in mit (mal mehr, mal weniger bedeutsamen) Bestseller-Titeln schmückt, bedeutet das leider gar nichts.
Abgesehen von den in der Slide genannten Punkten ist es immer ratsam, bei derartigen Anbietern (ich möchte dann schon gar nicht mehr von „Autor*innen“ reden) zu schauen, wie sie auf Kritik reagieren. Beispielsweise wenn Individuen als „gruselig“ oder eine ganze Community als „toxisch“ bezeichnet wird, weil sie nicht auf das eigene Narrativ anspringen.
Bitte passt auf euch auf. Mehr zum Thema findet ihr auch hier.
Good to know: Auch zu diesem Thema hat J. K. Huegel eine Recherche gestartet.
Die Zeitschrift “Der Selfpublisher” soll verkauft werden.
Genauso die FEDERWELT, für die es aber schon einen Interessenten gibt.
Für mich klingt das erst mal nach einem ganz großen Potenzial, autorenspezifische Bildung zu stärken und nicht nur Dienstleister sich selbst beweihräuchern zu lassen, sondern tatsächlich nachhaltige Aufklärung zu leisten. Weniger Fehler machen, nicht auf unseriöse Dienstleister reinfallen, etc. pp.
Wenn ich mich nur zehnteilen könnte …
Alle Infos dazu findet ihr bei Autorenwelt.
Dienstleister oder DKZV?
Diese Frage stellen sich aktuell User auf BookTok und Bookthreads.
Die Firma, um die es geht, wirbt auf TikTok mit Autor*innen-Margen/Tantiemen von bis zu 15 € pro Buch und damit, dass du als Autor*in “dein Recht” behalten würdest, pocht aber gleichzeitig darauf, ein “ganz normaler Verlag”, also kein Dienstleister, zu sein.
Mit den zugegebenermaßen … interessanten von ihnen verkauften Büchern liegt die Vermutung nah, dass ein traditioneller “ganz normaler Verlag” damit nicht überleben könnte.
Ganz gleich, ob es sich dabei um einen DKZV oder reinen Dienstleister handelt, sind das einige Redflags und eine Erinnerung daran, dass man Verlage unbedingt genau unter die Lupe nehmen und kritisch hinterfragen sollte, bevor man sich bewirbt.