Kurzgeschichte als E-Book: „Der Mondgott“

Meine erste unabhängige Kurzgeschichte „Der Mondgott“ ist seit heute als E-Book in allen gängigen Online-Shops erhältlich. Es ist der erste Teil einer Reihe von Fantasy-Kurzgeschichten, die ich ab sofort in unregelmäßigen Abständen veröffentlichen werde.

Worum geht es?

Das Mädchen Juna hat in ihrem ärmlichen, von einer Dürre erschütterten Dorf einen schweren Regelverstoß begangen. Als Strafe wird sie an einen Baum genagelt, um dem Mondgott als Opfer zu dienen und den Regen zurückzubringen. Doch anstatt vom Mondgott anerkannt zu werden, wird Juna geradewegs in die Hölle gezogen – zum Dämon Trident, der sie einer ganz anderen Kreatur zum Fraß vorwerfen soll …

Hintergrund zur Geschichte

Ich hatte „Der Mondgott“ ursprünglich für eine Anthologie-Ausschreibung geschrieben. Als ich sie schließlich einreichen wollte, hatte man die Ausschreibung inzwischen eingestampft. Da saß ich also, mit einer Kurzgeschichte, die mir sehr am Herzen lag und die ich jetzt einfach nicht unterbringen konnte – bis ich auf eine zweite Ausschreibung stieß, zu der meine Kurzgeschichte gut gepasst hat. Ich war jedoch mit der Verlagszusammenarbeit mehr als unzufrieden und glaube, dass nur sehr wenige überhaupt in den Genuss gekommen sind, „Der Mondgott“ zu lesen.

Ich entschied, dass das kein angemessenes Schicksal für eine meiner liebsten Kurzgeschichten aus meiner Feder ist. Aus diesem Grund habe ich sie jetzt selbst veröffentlicht, um sie einer breiteren Leserschaft zugänglich zu machen. Allein schon die Charaktere sind mir in kürzester Zeit ans Herz gewachsen. Vor allem Trident hat es mir angetan, und ich bin mir sicher, dass er euch genauso in euren Bann ziehen wird wie mich!

E-Book jetzt herunterladen

„Der Mondgott“ ist als E-Book in folgenden Shops erhältlich:

Trailer zur Kurzgeschichte

Den offiziellen Kurzgeschichten-Trailer findest du hier:

Leseprobe (vom Anfang des E-Books)

»Nein«, wimmerte ich. »Bitte, bitte nicht!«
Mein Flehen wurde nicht erhört. Nicht einmal die sechs Männer, die meinen Käfig trugen, würdigten mich auch nur eines Blickes.
Meine Eltern, sie waren genau hinter uns. Tränen strömten über ihre Wangen. Kopfschüttelnd starrten sie zu mir hinauf. »Warum hast du das getan, Juna?«, fragte meine Mutter. »Warum nur hast du das getan?«
»Ich habe es für euch getan!«, gab ich verzweifelt zurück. Meine Augen brannten, doch dieses Gefühl war nichts im Vergleich zu den Schmerzen in meiner Brust. Die dumpfen Schritte der Männer unter mir brachten nicht nur den Käfig zum Erbeben, sie erschütterten auch mein Herz jedes Mal aufs Neue.
»Du wusstest es!«, warf mir mein Vater vor. »Du wusstest, was passieren würde, wenn sie dich dabei erwischen!«
Verzweifelt umklammerte ich die Gitterstäbe meines Gefängnisses. »Was hatte ich denn für eine Wahl?«
Diese Frage konnte mir niemand beantworten. Denn die Zeiten waren hart – schlimmer, als ich sie je erlebt hatte. Ein jeder von uns lebte von der Hand in den Mund. Niemand konnte etwas entbehren. Manche waren dem Hungertod näher als andere. Meine Eltern – mir war, als könnte ich ihre dürren Knochen durch ihre Kleidung durchscheinen sehen – gehörten zur ersteren Gruppe. Der Mann, von dem ich einen Laib Brot stibitzt hatte, trug wiederum so viel Fett an seinem Körper, dass er noch einen ganzen Winter überstehen konnte, ohne sich Sorgen um den Tod machen zu müssen.
Stehlen war noch nie gern gesehen gewesen, doch jetzt, da der Regen schon seit vielen Wochen ausgeblieben war, wurde ich mit der größten Strafe belegt, die man sich nur vorstellen konnte.

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